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Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) besucht einen Touristenmagnet, das Schiffshebewerk Niederfinow.

Foto: dpa/Soeren Stache

Obwohl die brandenburgische Tourismuswirtschaft das tiefe Tal der Corona-Beschränkungen durchschritten hat, ist vieles nicht mehr wie vor drei Jahren. Bei seiner jährlichen Tourismusfahrt, die ihn diesmal in den Barnim führte, erfuhr Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) vom Fachkräfteproblem.

»Brandenburg – mehr brauchst du nicht«, lautet das Motto der landeseigenen Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB), die es seit nunmehr 25 Jahren gibt. Es ist müßig zu grübeln, warum der Werbespruch des Bundeslandes (»Brandenburg – es kann so einfach sein«) hier keine Verwendung fand. Der langjährige TMB-Geschäftsführer Dieter Hütte verabschiedet sich in den Ruhestand. Es war am Mittwoch das letzte Mal, dass er den Ministerpräsidenten bei dessen Jahrestourismusfahrt begleitete.

Ihm sei es eine Freude, dass die Hotels und Pensionen von Januar bis Mai mehr als 4,8 Millionen Übernachtungen hätten verbuchen können, sagte Dieter Hütte zum Abschied. Das seien 136 000 Übernachtungen mehr als im Vergleichszeitraum des bisherigen Rekordjahres 2019 gewesen.

Rund 100 000 Besucher aus Polen habe die märkische Gastwirtschaft begrüßt. Im vergangenen Jahr habe die Branche sieben Milliarden Euro Umsatz gemacht, das seien 8,4 Prozent der brandenburgischen Wirtschaftsgesamtleistung. Dabei sei auch die Zahl der Übernachtungen zwischen Januar und Mai gegenüber 2022 um 14,5 Prozent gestiegen. Auf sie entfallen 26 Prozent des Umsatzes. Den Löwenanteil des Geschäfts machten jedoch die Tagesausflügler aus. Im Schnitt gibt ein Besucher in Brandenburg 25 Euro pro Ausflugstag aus. Die Coronakrise sei insgesamt gesehen »positiv überwunden«, freute sich Hütte.

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Ministerpräsident Woidke bestätigte: »Ob Tagesausflug oder Langzeiturlaub –

jeder findet hier das passende Angebot.« Er erinnerte daran, dass die regionalen Tourismusfördergesellschaften vor anderthalb Jahrzehnten keineswegs alle von der Idee begeistert gewesen seien, die Förderung zu zentralisieren. Doch die Ergebnisse seither hätten die Richtigkeit dieser Entscheidung bestätigt.

Nicht zu übersehen war jetzt jedoch, dass Ukraine-Krieg, Preisanstieg und der Fachkräftemangel die Lage und die Aussichten für die Branche mitprägen. Der

Fremdenverkehr zählt weniger Restaurants als vor drei Jahren. Nicht wenige der verbliebenen Restaurants haben ihre Öffnungszeiten eingeschränkt.

Der Ministerpräsident verwies auf eine neue Tourismusstrategie des Landes. Eine Branche, die sich einen bedeutenden Platz bei der Wertschöpfung erarbeitet habe, werde auf Zukunftsfeldern wie Digitalisierung und ökologischer Wandel weiter gestärkt. Ein verhältnismäßig neuer Gesichtspunkt bei der Überarbeitung der Strategie ist dem im Wirtschaftsministerium zuständigen Abteilungsleiter Martin Linsen zufolge, dass Wald und Wasser als die Hauptanziehungspunkte für in- und ausländische Besucher nicht mehr ohne Weiteres in einem zufriedenstellenden Zustand seien. Linsen sagte: »Wir sind nicht blauäugig. Man muss sich kümmern.« Er verhehlte auch nicht, dass die Reisebeschränkungen der Coronazeit viele Berliner ins märkische Umland verwiesen hätten, was die Bilanz der Corona-Monate deutlich aufgebessert habe. Mittlerweile aber holen die Berliner verstärkt Auslandsurlaube nach – zumindest diejenigen, die sich das leisten können. Die allgemeine Teuerung gehe an der Tourismusbranche nicht vorbei, unterstrich Linsen. »Es gibt nicht wenige Menschen, für die ist der Zweit- oder Dritturlaub nicht finanzierbar.« Anzeichen von »Konsumverzicht« seien da. Mitunter ist dieser Verzicht gar keine Frage der Wahl oder Entscheidung. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass ein wachsender Anteil der Deutschen nicht einmal die finanziellen Mittel für einen einzigen Urlaub hat.

Woidke fasste zusammen: »Bei allen Erfolgsmeldungen dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, dass auch und vor allem im Tourismus der Fachkräftemangel und die Inflation spürbar sind.« Bei der Bewältigung des Wandels kündigte er »die volle Unterstützung« des Landes an. »Brandenburg ist und bleibt bodenständig und wunderschön. Wer Brandenburg kennt, der weiß: Hier braucht es einfach nicht viele Worte. Unsere Landschaft, unsere Seen, die Ruhe sprechen für sich. Gerade deshalb müssen wir unsere wundervolle, artenreiche Natur mit den 15 Großschutzgebieten erhalten und pflegen.«

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